Technische Software

Hybrides Arbeiten am Beispiel des Heizkraftwerkes München-Süd

Die Vorteile der hybriden Verwaltung von Zeichnungen lernten die Mitarbeiter des Heizkraftwerkes Süd der Stadtwerke München - Versorgungs GmbH schätzen. Der Einsatz von VPraster von Softelec ermöglichte die schnelle und damit wirtschaftliche Überführung von digitalisierten Altbeständen in den laufenden Aktualisierungsprozess. Die hybride Arbeitsweise erwies sich dabei als der optimale Lösungsweg.

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Vor der Umstellung auf VPraster arbeiteten die Mitarbeiter der Dokumentationsstelle im Heizkraftwerk Süd der Stadtwerke München - Versorgungs GmbH, wie auch die Dokumentationsstellen der anderen Werkbereiche und der Planung, mit AutoCad 14 von Autodesk und setzten für die Bearbeitung von Vektoren- und Pixelbasierten Zeichnungen das AutoCad-Werkzeug CAD-Overlay ein. Doch diese Lösung hatte einen entscheidenden Nachteil: CAD-Overlay speichert die Hybridzeichnungen in zwei Dateien (Formate DWG und TIF) und AutoCad 14 schreibt in die DWG-Datei die Information (u. a. Pfad und Dateiname) der zugehörigen TIF-Datei. Das bei den Stadtwerken verwendete Betriebsführungssystem (BFS) vergibt jedoch beim Zuordnen einer neuen bzw. beim Bearbeiten einer schon zugeordneten Zeichnung einen eigenständigen Dateinamen, sodass Hybridzeichnungen nur unter Schwierigkeiten vom System verwaltet werden können. Es gab für den Anwender offensichtlich unvollständige Dateien. Kurzum: Für die Verwaltung einer technischen Dokumentation ein unhaltbarer Zustand. Durch das Speicherkonzept von VPraster, alles in eine Datei zu packen, ist dieses Problem beseitigt.

Systemberater Config führt VPraster für die hybride Arbeitsweise ein
Das Systemhaus Config aus Krailling arbeitet schon seit vielen Jahren mit den Stadtwerken München zusammen. Über die Vermittlung von Harald Haimerl, Geschäftsführender Gesellschafter von Config, der als langjähriger Dienstleister bestens mit den Erfordernissen der Dokumentationsstellen der Heizkraftwerke vertraut ist, schaffte man nach ausführlichen Probeläufen 30 Lizenzen VPraster und 50 VP Viewer von Softelec an. Seit Anfang 2000 ist die neue Software nun im Praxistest und bekommt von den Anwendern durchgehend gute Noten. Gerlinde Klisa: "Ich arbeite seit 1988 an CAD-Systemen und kenne die Schwierigkeiten, die bei der Umstellung auf neue Software anfallen. Ich muss aber sagen, dass ich mit der Umstellung auf VPraster sehr zufrieden bin. Das Vorgängerprogramm wird auf jeden Fall nicht mehr vermisst." Und Rudolf Driessen, u.a. verantwortlich für die Dokumentation im Bereich Betriebsführungssystem (BFS), ist sich sicher: "Die Investition in VPraster und VP Viewer amortisiert sich sehr schnell. Das liegt an der Möglichkeit von VPraster, unterschiedliche Dateiformate mit einer einheitlichen Dateiendung zu speichern, auch Hybridzeichnungen in einer Datei zu speichern. Ob wir die Zeichnung auf Vektoren- oder auf Pixelebene vorliegen haben, VPraster speichert diese Dateiformate mit einer Dateiendung, sodass unser Betriebsführungssystem diese verschiedenen Formate problemlos verwalten kann.

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Dadurch gestaltet sich die Handhabung der Zeichnungsbestände wesentlich einfacher. Wir haben unseren gesamten Zeichnungsbestand mit Hilfe von speziell programmierten Software-Modulen automatisch überarbeitet und die digitalisierten Pläne Autocad und VPraster zugeführt. Durch diese Arbeitsweise konnten wir in relativ kurzer Zeit den erheblichen Altbestand an Zeichnungen in unser aktuelles Verwaltungssystem übernehmen und in den laufenden Aktualisierungsprozess integrieren."

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Die hybride Arbeitsweise - ein Kompromiss
Die Entscheidung für eine hybride Arbeitsweise stellte einen Kompromiß dar. Es werden nicht alle Zeichnungen nachträglich vektorisiert. Selbst bei Zeichnungen, in denen Änderungen anfallen, verzichtet man auf eine Vektorisierung, fügt aber Neuerungen, falls sinnvoll, auf Vektorenebene hinzu. Man verzichtet also auf eine einheitliche Formatebene, verbindet aber damit wirtschaftliche Vorteile mit einer komfortablen Arbeitsweise. Viele Altbestände wurden in den vergangenen Jahren aus den Archiven geholt und gescannt. Die dabei anfallenden Pixelbasierenden Dateien könnten nur mit einem großen Arbeitsaufwand in Vektorenbasierenden Zeichnungen überführt werden, wie es ansonsten bei neu erstellten Dokumenten im CAD der Fall ist. Kann man nun auf die Vorteile einer Vektorenzeichnung verzichten, wenn beispielsweise bauliche Änderungen anfallen und diese nun in der Altzeichnung eingetragen werden müssen? "Man kann", so lautet die Antwort von Susanne Dieringer, die zusammen mit Gerlinde Klisa die gesamten Archivbestände im Heizkraftwerk Süd verwaltet. "Es wäre doch ein unverantwortlicher Luxus, würde man alle Altbestände vektorisieren wollen. Denn oftmals werden die Zeichnungen nicht mehr gebraucht. Und wenn sie gebraucht werden, kann man mittels der hybriden Arbeitsweise Neukonstruktionen auf Vektorenebene hinzufügen, ohne dass man die gesamte Zeichnung vektorisieren müsste." VPraster erlaubt natürlich auch Änderungen auf Pixelebene, das macht dann Sinn, wenn es ohnehin nicht auf die exakte Maßstäblichkeit der Zeichnung ankommt. Das System offeriert auf jeden Fall alle mögliche Formatebenen, der Anwender kann frei entscheiden, welche er am sinnvollsten hält.

Für die beiden Frauen in der Dokumentationsstelle ist das reibungslose Arbeiten mit der neuen Software von Softelec eine große Arbeitserleichterung. Der Kommentar ist entsprechend positiv: "Es läuft momentan optimal." Das heißt was, wenn man sich das Volumen der digitalisierten Zeichnungsbestände vor Augen hält. Im Zeitraum von 1995 bis 2001 wurden alle alten Zeichnungen in das BFS überführt. Das sind z.Zt. etwa 244.000 Zeichnungsdokumente der Kraftwerksbereiche Süd, Nord und Mitte der Stadtwerke München. Aber trotz aller Fortschritte bei der Digitalisierung der Dokumente möchte man nicht auf ein Zeichnungsarchiv mit Zeichnungen auf Papier verzichten. Rund 58.000 Zeichnungen auf Papier hält man im Archiv vor Ort. Der Grund ist klar im Sicherheitserfordernis eines Kraftwerkbetriebes zu finden. Auch wenn die gesamt EDV-Infrastruktur über die Jahre immer stabiler geworden ist, so kommen oft bei Fehlern weitere hinzu. Der Ausfall des EDV-Systems ist deshalb nie auszuschließen. Und gerade in diesem Fall ist oft der schnelle Zugriff auf Dokumente wichtig. Aber auch der laufende Betrieb lässt es geraten erscheinen, Papierdokumente vorzuhalten. Bei Bedarf ist schnell eine Kopie gezogen, die dann ebenso schnell auf die Baustelle gebracht werden kann. Aber auch hier ist mit dem Einsatz von VP Viewer gewährleistet, dass jeder Mitarbeiter schnell einen Blick auf alle Zeichnungen im BFS werfen kann.

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Die vor Jahren in Umlauf gebrachte Prognose vom papierlosen Büro ist in vielen Fällen nicht eingetroffen, auch wenn inzwischen das gesamte Informationsvolumen in der digitalen Welt vorgehalten wird. Das schließt eben Papier in den Anwendungsfällen nicht aus, wo es für die Anwender Sinn macht. Und nicht jede Einführung einer neuen Software ist per se schon eine Erleichterung für die Mitarbeiter. Rudolf Driessen: "Wie bei jeder Einführung von neuer Software mussten auch wir interne Widerstände überwinden." "Schon wieder was Neues" war ein Spruch, der die Skepsis charakterisiert, ob nicht doch wieder die Erfahrung bestätigt wird, dass Neuerungen erst mal mit einer Verkomplizierung der Arbeit verbunden sind. "In den vergangenen Jahren haben wir jetzt die 5. Softwareerneuerung bewältigen müssen, aber wenn die Mitarbeiter VPraster einsetzen, dann sind sie begeistert." Eine noch schönere Bestätigung für die Arbeit des Münchner Softwarehauses Softelec und des Dienstleisters Config kann man eigentlich nicht erwarten.

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